Valentina Samus
Meine Kunst entsteht in Garmisch-Partenkirchen, inmitten der bayerischen Alpen. Das Werdenfelser Land ist voll von Motiven für meine Bilder, Zeichnungen und Illustrationen. Sie begegnen mir jeden Tag, wenn ich aus dem Fenster schaue, durch den Ort gehe oder mich in der Natur bewege: Berggipfel und Waldhänge, Barockkirchen und Bauernhäuser, das Blau des Himmels, das Grün der Wiesen, das Türkis der Seen, das Leben und Tun der Menschen. Alles ist im Fluss, alles entwickelt sich ständig weiter. Das gilt auch für mich und meinen künstlerischen Ausdruck. Ich hänge nicht fest an einem Stil, einer Technik oder einem Medium.
Malen ist wie Teppichweben
Sobald ich anfange mit Pinsel, Stift, Feder oder Kreide zu arbeiten, verwandeln sichdie vielen Eindrücke in etwas Neues. In Strukturen, die Sinn ergeben. In Muster aus Farben und Formen. Malen ist für mich vergleichbar mit dem Weben eines Teppichs: Fäden werden zu Linien und aus ihnen schließlich ein Muster, das ein wenig Ordnung in das Chaos des Lebens bringt. Meine Bilder entstehen in ähnlicher Weise. Schicht um Schicht verknüpft sich das Außen mit dem Innen. Alles, was mich bewegt – Gedanken und Gefühle, Selbstreflexion und Zeitgeschehen – findet auch seinen Weg auf die Leinwand oder das Papier. Wenn ein Bild fertig ist, bin ich immer wieder überrascht, wie es sich von der ersten Idee bis zum Ergebnis entwickelt hat – scheinbar ganz intuitiv und selbstständig. Andererseits: Wenn das nicht passiert, ist es keine Kunst.